Das Ministerium für Industrie will die Leistung der Industrie 2024 trotz geoökonomischer und geopolitischer Herausforderungen weiter steigern, denn sie ist das Rückgrat des Wirtschaftswachstums.
„Alhamdulillah, die Industrie wurde gemeinsam gut gesteuert und wächst weiter. Darauf müssen wir uns auch künftig konzentrieren“, sagte Industrieminister Agus Gumiwang Kartasasmita am Sonntag (14.1.) in Jakarta.
Die wichtige Rolle der Industrie zeige sich in ihrem größten Beitrag zum BIP von 16,83 Prozent im dritten Quartal 2023, so der Minister. Im selben Zeitraum wuchs sie um 5,02 Prozent und damit schneller als die Gesamtwirtschaft mit 4,94 Prozent.
„Die Industrie ist auch stets der größte Exporteur. Von Januar bis November dominierten Industrieprodukte mit über 171,23 Mrd. USD“, erläuterte Agus.
Laut safeguardglobal.com gehört Indonesien zu den zehn größten Industrieproduzenten der Welt – als einziges ASEAN-Land. Es trägt 1,4 Prozent zur globalen Industrieproduktion bei; vor vier Jahren lag es noch auf Platz 16.
Mit Blick auf die erwartete Erholung ist der Minister zuversichtlich, dass die Industrie im Jahr des Holz-Drachen weiter zulegt. „Für 2023 erwarten wir ein Wachstum der Industrie ohne Öl und Gas von 4,81 Prozent, für 2024 lautet das Ziel 5,80 Prozent“, sagte er.
Dafür setzt Kemenperin 2024 auf Schwerpunktprogramme wie kompetenzbasierte Berufsbildung, die Modernisierung von Maschinen für KMU sowie die Förderung neuer Unternehmer und technologiebasierter Startups.
Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit sollen zudem durch die TKDN-Zertifizierung und die fortgesetzte Weiterverarbeitung von Rohstoffen in drei Bereichen gesteigert werden: Agrar, Bergbau und Mineralien sowie Öl, Gas und Kohle.
„Außerdem fördern wir den Kauf neuer elektrischer Zweiräder (KBLBB), entwickeln Industriegebiete und unterstützen die Zertifizierung grüner Industrie“, ergänzte er. Das Budget von Kemenperin im Staatshaushalt 2024 beträgt 3,76 Billionen IDR.
Haushaltsvollzug 2023
Der Minister betonte, man wolle die Mittel für die Schwerpunktprogramme bestmöglich einsetzen. 2023 betrug das Budget 4,53 Billionen IDR, einschließlich 1,4 Billionen IDR Zusatzhaushalt (ABT) für die Förderung von Elektromotorrädern.
„2023 wurden 3,16 Billionen IDR verausgabt. Ohne die ABT für Elektromotorräder lag die Quote bei 98,3 Prozent, nach 98,1 Prozent 2022“, sagte er.
Ein Grund, warum das Förderkontingent 2023 nicht ausgeschöpft wurde, sei der späte Start im April 2023; die Bedingungen wurden erst im September 2023 vereinfacht, erläuterte der Minister.
„Am 19. September 2023 änderte die Regierung die Bedingungen auf einen Personalausweis (KTP) pro Motorrad, was die Förderung für alle zugänglicher machte. Die Käufe stiegen daraufhin um 567 Prozent“, sagte er.
Laut Kemenperin wurden 2023 11.532 Fahrzeuge im Wert von 80,7 Mrd. IDR gefördert – bei einem Ziel von 200.000 Einheiten und einem Budget von 1,4 Billionen IDR.
Ein Grund für die geringe Nachfrage sei die Leistungsfähigkeit der derzeitigen Batterien: Die als zu lang empfundene Ladezeit dämpfe das Interesse an Elektromotorrädern, so der Minister.
Kemenperin stimmt sich daher mit Herstellern von Elektromotorrädern über Batteriestandards ab. „Für Käufer von E-Autos und E-Motorrädern ist die Batterie entscheidend: Sie muss lange halten und leicht zu laden sein. Sie ist der Schlüssel zum Erfolg des Programms“, erläuterte Agus.
Agus ist dennoch zuversichtlich, dass das Ziel 2024 erreicht wird, da es mehr Modelle und damit mehr Auswahl gibt. Für 2024 sind 50.000 Einheiten mit einem Budget von 350 Mrd. IDR vorgesehen.
Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Industrie der Republik Indonesien
